Anton Moosbrugger
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Anton Moosbrugger
A-6863 Egg, Mühle 1134
0043/(0)5574/75091



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Biografie
1942 in Egg geboren
1960-64 Ausbildung als Bildhauer an der Schnitzschule Elbigenalp.
Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei den Professoren Hans Andre und Josef Pillhofer.
Lehrer an der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Elbigenalp (Tirol).
Seit 1979 Kunst- und Werkerzieher an AHS-Schulen in Vorarlberg.
Ab 1982 am Kollegium San Bernardi, Meherau in Bregenz.

Statement

Ich mag Holz. Es hat etwas Mütterliches an sich, ist geduldig, hält Fremdes und gewohntes unter einem Dach zusammen und zeigt unverkennbar seine Anfälligkeit in Bezug auf das Zeitliche.

Auszüge aus dem künstlerischen Schaffen

Diverse Aufträge, auch für Sakralräume (Kloster Mehrerau, Pfarrkirche in Schwarzach und St. Peter und Paul in Lustenau
Teilnahme an internationalen Symposien z.B. "Arge-Alp" Schloßhofen, Lochau, Tropea, Italien und Fuchsmoos, Pitztal, Tirol.
Ausstellungen im In- und Aussland (Schweiz, Deutschland, Italien).
Themenschwerpunkt seit 1995 "TERRA"

Projektpräsentation "Bahnhof Stadelklause" (TERRA III)

Legende

BAHNHOF STADELKLAUSE - ein Kunstprojekt? Oder nur ein nachhaltiger Kindheitstraum?
Vielleicht ist es beides, wenn man davon ausgehen darf, dass Kunst und Kindsein ihre Kraft demselben Nährboden entziehen.

Mehr noch als die vorangegangenen Projeekte Terra I im Fuchsmoos (Pitztal) und Terra II in Castello (Italien) reflektiert Terra III "Bahnhof Stadelklause" in Egg, Bregenzerwald den autobiografischen Aspekt.
Die Häuser umsäumenden brennholzstapel in Regionen, in denen zunehmend wieder die Holzbewirtschaftung groß geschrieben wird, sind nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zum Traditionsbild wie die Häuser selbst. Zwischen dem ehemaligen Bahnhofsgelände Egg, seit 2001 Impulszentrum des Bregenzerwaldes, und auf dem auf einer leichten Anhöhe liegenden mehr als 100 Jahre alten Bürgerhaus zeigt sich ein Holzstapel in Form einer historischen Dampflok der Reihe U, Baujahr 1902 und einem angekoppelten Waggon-Wrack als Metapher des Kriegsjahres 1942.
Ein Denkmal also - wäre da nicht die konzeptionell kalkulierte Variante mit der Gestaltungskraft der Mutter Natur in ihren untrügerischen Zeichen der Vermoosung, Fäulnis und Humusbildung. Nur wenige Meter ostwärts an der Stelle des 1999 abgerissenen Heu- und Holzstadels, nach den Plänen von Bertold Moosbrugger neu errichteten Atelierhauses "Stadelklause", stehen die möglicherweise irritierten Besucher vor dem modernsten "Paradepferd" der ÖBB, nämlich der Lok "Taurus". Sie ist zugleich Stellwand, Bühne, Büffettisch und Hochsitz für "Cockpit-Fetischisten". Doch nicht genug damit. Rechtsseitig öffnet sich der Zugang zu einem Schalterraum. Die Installation mit Fotos von Leo Bereuter bietet zudem imaginär die Möglichkeit, sich beim ehemaligen Bahnhofvorstand Dieter Macek über mögliche Anschlüsse in die Vergangenheit oder Zukunft zu erkundigen.
Es ist kein Zufall, dass in der schönen Nachbargemeinde Schwarzenberg der Komponist Franz Schubert durch die Errichtung eines Museums eingeheimatet werden soll. Angenommen, es würde dem großen Meister als Lokführer der "Taurus" auch noch das Kunststück gelingen, uns alle auf seine "Winterreise" zu entführen, so kämen jedenfalls Werbestrategen, Manager und unentwegte Träumer auf ihre Rechnung.
Vielleicht sind Denkmal, Installation und Inszenierung zusammen doch ein aufregendes Geschwistertrio.

Anton Moosbrugger
Egg, am 1. Mai 2002